Kajaken im Abel
Tasman National Park
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Der Abel Tasman Nationalpark liegt im Nordwesten der Südinsel Neuseelands. Eigentlich ist der Park wegen seines Küstenwanderwegs dem "Abel Tasman Coastal Track" bekannt, doch das Kajaken an der Küste in dem türkisfarbenden Wasser ist in den letzten Jahren immer beliebter geworden. Viele Tour-Anbieter und Kajakverleiher haben sich hier etabliert. Im neuseeländischen Sommer kann es hier auch man etwas voller werden ... |
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Für jede Nacht, die man im Nationalpark übernachten will, muß eine Gebühr gezahlt werden. Es darf nur auf den dafür vorgesehenen Biwakplätzen übernachtet werden; die Gebühr muß für alle Nächte im Voraus bezahlt werden und entrichtet man am besten schon beim DOC (Department of Conservation = staatliche Behörde), im Tourist Information Office in Nelson oder in Motueka. Man muß sich aber nicht im Vorraus festlegen, wann man wo und wie oft übernachten möchte. Wenn man länger bleibt als geplant, kann man bei den Rangern, die im Nationalpark stichprobenartig Kontrollen vornehmen, die fehlende Anzahl der Nächte mit einer höheren Gebühr nachzahlen. Die Kosten lagen 2002 bei 7NZ$ pro Person pro Nacht. Die "nachbezahlte" Nacht kostet 9NZ$ p.P. pro Nacht. In den Info-Büros kann man auch die passende Nationalpark Karte (Parkmap Abel Tasman Nr. 273-07) im Maßstab 1:50.000 für 14,50NZ$ kaufen. Die Karte ist ausreichend, obwohl sie ursprünglich nur für Wanderer des Coastal Tracks gedacht war und nicht für Seekajakfahrer. Da es aber auf der Strecke keinerlei relevante Seezeichen gibt, sind die angegebenen Informationen bezüglich Schutzzonen um Tonga Island und Biwakplätzen wichtiger und hilfreicher als eine reine Seekarte. Wer noch günstiger davon kommen will, nimmt sich im Info-Zentrum nur die kostenlose Touristenkarte des National Parks mit. Auch dort sind alle wichtigen Stationen eingezeichnet, zusätzliche Piktogramme weisen auf Atraktionen hin und die Karte enthält die Fahrpläne der Wassertaxis. Außer den Übernachtungen und den Karten sollte man sich noch die Tidenzeiten notieren und eine Uhr mitnehmen; immerhin hat man an der Küste einen Tidenhub von ca. 3m. Meist werden einem nur die Hochwasserzeiten genannt. Um die Niedrigwasserzeiten hinreichend genau zu errechen, zieht man sechs Stunden ab oder addiert sechs Stunden dazu. Und man sollte in Nelson oder Motueka die Lebensmittel für die Tour besorgen, später wird die Auswahl gering und die Preise steigen. |
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| Als wir alles zusammen hatten, haben wir uns auf dem Beach Motor Camp in Kaiteriteri einquartiert und durften dort auch unser Auto für acht Tage kostenlos abstellen. Es wird in Neuseeland angeblich viel in Autos eingebrochen, es ist also ratsam, keine Wertgegenstände im Auto zu lassen. Im März war der Campingplatz angenehm leer, wenn im neuseeländischen Sommer (Dezember, Januar) die Schulkinder Ferien haben, platzt das Motor Camp aber aus allen Nähten. Der Ort Kaiteriteri besteht eigentlich nur aus dem Motor Camp, dem dazugehörigen Laden und dem Strand direkt davor ! | ||||||||||||||||||||||
| Tourismuskarte vom Abel Tasman National Park | ||||||||||||||||||||||
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![]() Split Apple Rock |
![]() Stilwell Bay mit Blick auf Adele Island |
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.....2.
Tag Am nächsten Tag bogen wir um Pitt Head, erkundeten die Torrent Bay und gingen in der Sandfly Bay in die Mause-Gezeiten-Falle. Mit der Flut bogen wir von der Küste ins Landesinnere ab, um den Falls River zu erkunden. Da war aber schon nach wenigen hundert Metern Schluß; große Steine blockierten den Weg, dahinter floß nur noch ein kleiner Bach, darüber war eine Hängebrücke des Coastal Tracks. Als wir zurück kamen, hatte der Fluß sich vor seiner Mündung ins Meer hinter einer Sandbank seeartig verbreitert. der einzige Zugang, durch den wir auch hereingekommen waren, war durch die gestiegene Flut zu einem reißenden Fluß geworden. Die Strömung war so stark, daß wir nicht dagegen an paddeln konnten. Mietkajak-Paddel-Kollegen, die ein Riesenspaß hatten (bis auf den, der gekentert ist), vom Meer zu uns vorzudringen, zogen einfach ihre leeren Boote über die Sandbank zurück ins Meer. Das ging mit unserem vollbeladenen fast 100kg schweren Faltboot nicht. Wir warteten also etwa eine Stunde geduldig, bis die immer noch steigende Flut einen großen Teil der Sandbank überspült hatte, die Zufahrt dadurch breiter und die Strömung weniger wurde. Wir fuhren dann um South Head und schlugen unser Zelt in der Bark Bay auf. Da hatten wir das große Glück, diesen Luxusplatz mit Duschen, WCs, Bänken, Tischen und Feuerstellen mit verschieden Schulgruppen, bestehend aus ungefähr 400 Jugendlichen, zu teilen. Aber auch die schliefen irgendwann nachts ein und kurz darauf auch wir ... |
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![]() Falls River Inlet |
![]() Hängebrücke über den Falls River |
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![]() Felsenküste |
![]() Kormorane |
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.....4.
Tag Weiter ging es nach Norden, erst eine kurze Pause in Totaranui (Trinkwasser auffüllen, anderes entleeren und Süßigkeitenverkaufsstandversuchung widerstehen) und weiter bis zum Separation Point. Auch dort lebt eine Seehundkolonie. Hier gab es weniger Touristen und so konnten wir die Seehunde recht lange ungestört beobachten. Wir sind dann noch weiter gepaddelt, um die Spitze von Seperation Point und dann wieder zurück zur Mutton Cove. Ein schöner, ruhiger Platz mit einem tollen Strand.
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![]() Blick auf Seperation Point |
![]() Strand bei Totaranui |
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![]() Blick auf Tonga Island |
![]() neugierige Seehunde |
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![]() Observation Beach |
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.....8.
Tag Der Morgen war wieder sonnig, aber Wind und Brandung waren kräftig. Eine andere Gruppe von Paddlern am Observation Beach, wollte unbedingt aufbrechen - einer von ihnen kenterte in der Brandung und mußte zurück zum Strand. Beim zweiten Versuch klappte es besser. Wir warteten weiter: nach einer erdachten Theorie sollte die Brandung mit einsetzten der Flut niedriger werden - den Wellen dort war die Theorie leider unbekannt ... Gegen Mittag hielt eine Gruppe von drei Kajaks auf den Strand zu, durch die hohen Wellen auf See wurde es ihnen draußen zu ungemütlich; wir versuchten sie zu warnen, ohne Erfolg. Alle Boote kenterten, Signalraketenpistole, Lenzpumpe, EPIRB, Kleidung, Eßsachen - alles schwamm um die Kajaks herum. Den vollgelaufenen Zweier konnten wir mit vier Personen nicht aus dem Wasser ziehen. Aber nach fast einer Stunde war dann das gesamte Material nebst Besatzung sicher am Strand und lag zum trocknen in der Sonne. Eine weitere Stunde später nahm der Wind an stärke weiter zu, aber die Brandungswellen wurden gleichmäßiger; unser Kajak war so schwer, daß wir normalerweise nur parallel zur Uferkante einsetzten - bei diesen Wellen unmöglich. Aber die anderen Paddler halfen uns das Faltboot mit dem Bug voran - und Maren schon drin - ins Wasser zu schieben. Draußen ging es auf und ab, es blieb aber unspektakulär und nach einer Weile kamen wir nach insgesamt 90km wieder am Ausgangspunkt in Kaiteriteri an . Unser Auto war noch da (sprang allerdings nicht an), die Sonne schien und wir blieben noch zwei weitere Tage. .....E
N D E |
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